In meinem beruflichen, aber auch privaten Umfeld wird mir diese Frage häufig gestellt: von Freunden oder Bekannten, die verstehen möchten, was ich als Systemische Beraterin/Coachin eigentlich genau tue. Oder von Menschen, die auf der Suche nach einer beraterischen Begleitung sind, sich aber im Dickicht aus zahlreichen Angeboten und Formaten nicht zurechtfinden.

Natürlich ist „gut“ immer subjektiv. Schließlich entscheiden die Klient:innen am Ende selbst, ob das Coaching nützlich und bereichernd für sie war.

Beim Coaching geht es um Menschen – ein einziges objektives Kriterium, ob ein Coaching hilfreich war oder nicht, gibt es nicht. Vielmehr entscheiden viele individuelle und subjektiv empfundene Kriterien und Vorlieben. Diese können genauso unterschiedlich sein, wie Menschen selbst eben auch. Eines steht jedoch fest: Die Beziehung zwischen Coach:in und Klient:in spielt für einen gelungenen Coachingprozess immer eine ganz zentrale Rolle! Was braucht es also von beiden Seiten?

Auf Seiten der Coaches in allererster Linie eine „Haltung“.
Coaches sollten „Menschenfreunde“ sein – mit hohem Empathievermögen, einer neutralen und fragenden Grundhaltung, der Begabung zur (Selbst-)Reflexion, einer großen Portion Erfahrungswissen und der Fähigkeit, sich auf Gesprächspartner:innen behutsam und wertschätzend einzulassen. Es braucht viel Raum und Zeit, eine solche Haltung zu entwickeln. Aus diesem Grund sind wertige Coachingausbildungen auf mehrere Jahre angelegt. Das liegt nicht rein am Umfang der zu erlernenden Methoden und Techniken. Sondern vielmehr daran, dass Coaching eben eine personen- und beziehungsgebundene Beratungsform ist und damit weit über die Nutzung eines „Werkzeugkoffers“ hinausgeht. In meinen Augen gilt immer: Haltung schlägt Methode oder Technik!

Auf Seiten der Klient:innen braucht es die Bereitschaft, sich auf den Coachingprozess einzulassen und mitzuarbeiten. Was manchmal auch bedeuten kann, sich teils fordernden Fragen mit Offenheit und Ehrlichkeit zu stellen. Gleichzeitig können Coaches nur auf Dinge aufmerksam machen, Denkanstöße liefern, neue Perspektiven und Sichtweisen anbieten. Sie sind keine Problemlöser ihrer Klient:innen. Die Experten des eigenen Lebens bleiben immer die Klient:innen selbst!

Im Coaching selbst lautet meine Devise stets „von innen nach außen“. Es wird in meinen Augen dann „gut“, wenn das „Innere“ der Klient:innen mitgenommen und nach außen transportiert wird. Soll heißen, dass ich mich mit meinen Klient:innen nicht nur im kognitiven Bereich bewegen, sondern auch dem Innenleben widmen sollte. Also den Gefühlen, den Bedürfnissen und Wünschen meiner Klient:innen. Denn oftmals liegt dort die Erkenntnis! Natürlich braucht es nicht bei jeder Fragestellung den großen Tiefgang. Wenn sich Klient:innen für ein Vorstellungsgespräch coachen lassen möchte, muss ich mich nicht unbedingt ihren Glaubenssätzen widmen, um einen Erfolg zu erzielen. Aber wenn es um persönlichere Fragestellungen geht, ist es sinnvoll, genauer und tiefer hinzuschauen.

Mein Ziel ist es, meinen Klient:innen in den Coachings einen Raum zu schaffen, in dem sie sich entfalten können, gestärkt werden und es möglich wird, dass sie Zusammenhänge entdecken und klarer für sich sehen können:  

Selbsterkenntnis mit Perspektive!